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Berufsprüfung

Lehrgangsunterricht - Ablauf, Anforderungen und Erwartungen

Hier informieren wir über die Anforderungen an die Lehrgangsteilnehmenden, zeigen den groben Lehrgangsablauf auf und geben Hinweise zu den Erwartungen an die Teilnehmenden aus der Sicht des EBZ und der Dozenten.

 


Anforderungen an die Lehrgangsteilnehmenden
Im Vergleich zu einer Lehre stellt eine Weiterbildung höhere Anforderungen an die Lehrgangsteilnehmenden. Folgende Punkte sind wichtig und zu beachten:

  • Vorbereitung und Pünktlichkeit
    Der Unterricht beginnt pünktlich. Plane daher, mindestens 10 Minuten vor Unterrichtsbeginn im Schulzimmer zu sein, damit du dich in Ruhe vorbereiten kannst (Laptop bereitstellen, eigene Zusammenfassungen und Unterlagen griffbereit haben usw.). Auch der Dozent und deine Mitstudierenden starten pünktlich. Verspätungen stören den Unterrichtsablauf und führen zu unnötigen Unterbrechungen. Das ist nicht nur ärgerlich für alle gut vorbereiteten Teilnehmenden, sondern erhöht auch den Zeitaufwand für die gesamte Gruppe.
  • Eigenverantwortung
    Der Lehrgangsleiter und die Dozenten geben vor, was zu lernen ist und wie du das Ziel – das Bestehen der Prüfung von EIT.swiss – am besten erreichst. Es liegt an dir, diese Vorgaben konsequent umzusetzen und den Empfehlungen zu folgen. Niemand wird dich wiederholt dazu auffordern, deine Aufgaben zu erledigen.
  • Struktur und Lerntechnik
    Es gibt verschiedene Lerntechniken die dir helfen all das vermittelte Wissen in kurzer Zeit zu erlernen. Wir empfehlen nach jedem Unterrichtsblock eine Zusammenfassung zu schreiben und das für dich wichtige dort schriftlich festzuhalten. So kannst du jederzeit bei Fragen und unsicherheiten gezielt auf dein Wissen zugreifen. 
  • Austausch und Verlässlichkeit
    Halte dich an Abmachungen mit den Dozenten sowie mit deiner Lerngruppe oder einzelnen Mitstudierenden. Der Lehrgang wird gemeinsam im Team absolviert – unterschätze nicht den Mehrwert des Austauschs von Erfahrungen und Sichtweisen. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist es entscheidend, dass sich deine Teammitglieder auf dich verlassen können und du deine Aufgaben sowie Vorbereitungen wie geplant erfüllst.
  • Interesse am Unterrichtsinhalt
    Nutze die Zeit im Unterricht bestmöglich. Folge dem Unterricht aufmerksam und stelle bei Unklarheiten gezielt Verständnisfragen. Nicht alle Themen sind für jeden gleich spannend. Versuche dennoch, auch weniger interessante Inhalte als Chance zu sehen, deinen Horizont zu erweitern und ein breiteres Verständnis zu entwickeln.
  • Teamarbeit und Lerngruppen
    Bei Teamarbeiten und in Lerngruppen profitierst du von unterschiedlichen Sichtweisen und Wissensständen. Arbeite aktiv mit, übernimm Verantwortung und erledige deine Aufgaben zuverlässig. Gleichzeitig lernst du, effektiv mit anderen zusammenzuarbeiten – eine Fähigkeit, die dir im Berufsalltag und im Leben sehr zugutekommt.
  • Hausaufgaben und selbstständiges Lernen
    Du erhältst regelmässig Hausaufgaben und Übungen, die du selbstständig bis zum nächsten Unterricht erledigst. Bei Fragen kannst du dich in der Regel an den Dozenten wenden (er informiert dich, wie die Kontaktaufnahme erfolgt) oder dich mit deiner Lerngruppe austauschen. Der Unterricht baut auf diesen Hausaufgaben auf, Inhalte davon werden vertieft, weitergeführt oder einzelne Übungen gemeinsam besprochen. Wenn du die Hausaufgaben nicht erledigst, kann der Unterricht nicht wie geplant durchgeführt werden. Das verzögert den Fortschritt für dich und die gesamte Gruppe. In einzelnen Fällen wird direkt mit dem nächsten Thema weitergemacht, ohne die vorherigen Inhalte nochmals zu behandeln.
  • Streben nach Wissen, Verständnis und Vernetzung
    In einem Lehrgang geht man davon aus, dass die Lehrgangsteinehmenden sich für den Kursinhalt interessieren und ein tiefes Verständnis mit Vernetzung in die Praxis anstreben. Schliesslich geht es darum, das Gelernte im Berufsalltag anwenden zu können und Zusammenhänge zu erkennen.
  • Einsatz des Erlernten in der Praxis
    Versuche, das Gelernte aktiv in deinem Berufsalltag anzuwenden. Hinterfrage deine täglichen Arbeiten und strebe danach, die Zusammenhänge bis ins Detail zu verstehen. Bringe deine Fragen in den Unterricht ein und erarbeite gemeinsam mit dem Dozenten und deiner Lerngruppe die besten Lösungen. So profitierst nicht nur du, sondern auch deine Mitstudierenden – und ihr könnt euch gegenseitig in allen Fachgebieten weiterentwickeln.

Ablauf Lehrgang
Der Ablauf und Inhalt eines Lehrganges (Beispiel BP-Lehrgang) ist typischerweise wie folgt:

  • Starttag
    Mit dem Starttag beginnt dein Projekt Weiterbildung. Es wird dir das EBZ gezeigt mit den Räumen, in denen du dich ab jetzt bewegst. Du lernst die für den Lehrgang zuständigen Leute kennen. Die Lehrgangsteilnehmer, deine Kommilitonen stellen sich gegenseitig vor, das Amt des Klassenchef wird besetzt. Ein Foto von dir wird gemacht zum Erstellen deines Studentenausweises, den du ein paar Tage später erhältst. Die Parkkarte für das Abstellen deines Autos im EBZ wird ebenfalls erstellt. Du erhältst die ersten Einführungen in Microsoft-Teams. Microsoft-Teams ist die Plattform im Lehrgang für die Kommunikation und den Austausch von Daten (Kursstoff, Übungsaufgaben,Prüfungen, Gruppen und Projektarbeiten, ...). 
  • Unterricht
    Der Unterricht findet wie geplant und im Stundenplan ersichtlich statt. Der Hybridunterricht ist dafür gedacht, dass eine Teilnahme auch bei Krankheit oder Militärdienst möglich bleibt. Natürlich profitierst du dabei nicht in gleicher Weise wie bei einem Unterricht vor Ort, dennoch verpasst du dadurch deutlich weniger Unterrichtsstoff.
    Nimm aktiv am Unterricht teil. Der Aufwand für dich ist wesentlich kleiner, wenn du die Inhalte bereits im Unterricht möglichst gut verstehst und zu Hause nur noch die Themen nachbearbeiten musst, die du noch nicht vollständig verstanden hast. So bleibt dir auch genügend Zeit für das Erstellen deiner Zusammenfassungen, das Lösen von Aufgaben sowie die Vorbereitung auf den nächsten Unterricht.
  • Gruppenarbeit
    Im Unterricht finden einige Gruppenarbeiten statt und werden danach den anderen Lehrgangsteilnehmenden präsentiert. In Gruppenarbeiten entsteht der Lernerfolg durch Diskussionen und man kann auf dem Wissenstand der anderen Gruppenmitgliedern aufbauen. Erklärungen von Verständnisfragen in der Gruppe sind teilweise besser verständlich als direkt im Unterricht. Gruppenarbeiten helfen auch den Umgang mit anderen Menschen zu lernen, lernen klar zu Kommunizieren und Strategien zu entwickeln um Ziele in der vorgegebenen Zeit zu erreichen.
  • Laborunterricht und Übungen an Modellen
    Je nach Unterrichtsthema finden Übungen in unseren Laboren und an Modellen statt. Diese ermöglichen dir einen direkten Praxisbezug und festigen dein theoretisches Wissen durch praktische Erfahrung und Umsetzung.
  • Praxisarbeit / Projektarbeit
    Du wirst eine Praxisarbeit erstellen nach Vorgaben und zur Zulassung bei EIT.swiss. Wir begleiten dich durch diese Arbeit, zeigen wie du die Vorgaben erfüllst und ob du auf dem richtigen Weg bist. Die Arbeit wirst du aber alleine erstellen müssen. Plane für diese Projektarbeit schon frühzeitig Zeit ein, damit du für auch weiterhin den normalen Unterricht die benötigte Zeit zur Verfügung hast.
  • Modulprüfung
    Jedes Modul schliesst du mit einer Modulprüfung durchgeführt im EBZ ab. Je nach Modul decken diese Prüfungen unterschiedliche Lernfelder ab. Wenn du eine Modulprüfung nicht bestehst, hast du die Möglichkeit, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen. Die Wiederholung erfolgt auf eigene Kosten. Die entsprechenden Termine und Anmeldemöglichkeiten findest du auf unserer Homepage. Bevor du zur Prüfung von EIT.swiss zugelassen wirst, musst du alle Modulprüfungen erfolgreich abgeschlossen haben. Im Unterricht finden regelmässig kleinere Prüfungen und Lernkontrollen statt. Diese helfen dir einzuschätzen, ob du auf dem richtigen Weg bist und den Stoff ausreichend verstanden hast. Bitte beachte: Die Inhalte aus dem Unterricht und den Modulprüfungen werden am Ende vernetzt geprüft und bilden die Grundlage für die Abschlussprüfung bei EIT.swiss – und damit für deinen erfolgreichen Abschluss.
  • Vorbereitungssemester
    Das Vorbereitungssemester dient dazu, die Inhalte aller Module zu vernetzen und zu repetieren. Dabei werden die verschiedenen Prüfungsteile besprochen und gezielt mit Übungen vertieft. Du erhältst ein klares Bild davon, was dich an der Prüfung von EIT.swiss erwartet und wo deine persönlichen Wissenslücken liegen. Diese kannst du anschliessend gezielt durch Übungen und Wiederholungen schliessen. Lerngruppen sind ein wichtiger Bestandteil dieses Semesters. Durch den Austausch und das gegenseitige Abfragen von Themen arbeitet ihr eure Wissenslücken gemeinsam auf und gewinnt Sicherheit in den einzelnen Fachgebieten.
  • EIT.swiss - Prüfung
    Nun ist es so weit: Du wirst – meist gemeinsam mit anderen Teilnehmenden des EBZ – zur Prüfung von EIT.swiss aufgeboten. Im Vorfeld erhältst du Aufgaben, die du selbstständig zu Hause erarbeitest. Diese bilden die Grundlage für die Prüfung, in der du vertieft dazu befragt wirst. Die Prüfung besteht aus drei Teilen, die du an einem Tag absolvierst. Das Ergebnis erhältst du in der Regel noch am selben Abend. Die Erfolgsquote liegt schweizweit meist bei lediglich rund 60 %. Nicht bestandene Prüfungsteile können zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden.

 

Unsicher? Erfülle ich die Anforderungen?
Nebst dem Willen Zeit in die Ausbildung zu investieren ist wichtig, dass du dich für die meist technischen Inhalte interessierst. Bei Zweifeln ob du das nötige Vorwissen hast oder wenn du dich vor dem Lehrgangsstart in einzelnen Fächern vorbereiten möchtest (Bsp: Elektrotechnik oder Mathematik), dann kontaktiere den Leiter Weiterbildung, er kann dich beraten und deinen aktuellen Wissensstand anhand deiner erworbenen Qualifikationen beurteilen oder beantwortet auch gerne Fragen die dich beschäftigen.

 

Auskunft

kontaktperson

Thomas Trutmann

Leiter Weiterbildung ad interim

+41 (0)52 354 64 41

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kontaktperson

Joy Denzler

Stv. Leiterin Weiterbildung / Fachdozentin

+41 (0)52 354 64 21

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